Dental Stress Detox
Zähneknirschen ist kein Schicksal
Zielgruppe:
-
Menschen mit stressigem Arbeits- / Privatleben
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Menschen mit wenig Zeit für die eigene Gesundheit
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Menschen mit gestörtem Schlaf (häufige Wachperioden, Durchschlafprobleme, Schnarchen, Atemaussetzer/Apnoe)
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Patienten mit Kiefer(gelenk)problemen, Kiefergelenkknacken, Zähneknirschen, Zähnepressen
-
Bei chronischen Kieferschmerzen/Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen oder Geschmackseeinträchtigungen
Inhalt:
- Ausführliche Anamnese (inkl. Auswertung aller Vor- und Fremdbefunde, wenn vorhanden, evtl. Schlafanalysen, vorhandene Aufbissschienen, Medikamente)
- Im Bedarfsfall: Schmerzfragebogen der Deutschen Gesellschaft zur Studium des atypischen Gesichtsschmerzes
- Vollständige klinische Untersuchung des kompletten Kieferbereiches innen und außen (Zähne, Schleimhäute, Kiefer, Lippen, Lymphknoten, Nervenaustrittspunkte…)
- Parodontaler Screening Index (Scan der Zahnfleischsituation)
- Ausführliche Funktionsdiagnostik der Kiefergelenke und des Bisses in Statik und Dynamik inklusive Kiefergelenke, Kaumuskulatur, Kiefermobilität sowie Vermessung der Grenzbewegungen
- Röntgenologische Diagnostik (wenn keine Voraufnahmen jünger als 9 Monate) – optional Cone-Beam CT der Kiefergelenke (zubuchbar)
- Optional: Modellherstellung individuell im Beißsimulator montiert (zubuchbar)
- Fotodokumentation der Bißlage / Zähne
- Ausführliches Abschlußgespräch (mindestens 60 min) mit Übergabe aller Befunde und Diagnosen. Konkrete Therapievorschläge auf Wunsch.
Inhalt:
- Ausführliche Anamnese (inkl. Auswertung aller Vor- und Fremdbefunde, wenn vorhanden, evtl. Schlafanalysen, vorhandene Aufbissschienen, Medikamente)
- Im Bedarfsfall: Schmerzfragebogen der Deutschen Gesellschaft zur Studium des atypischen Gesichtsschmerzes
- Vollständige klinische Untersuchung des kompletten Kieferbereiches innen und außen (Zähne, Schleimhäute, Kiefer, Lippen, Lymphknoten, Nervenaustrittspunkte…)
- Parodontaler Screening Index (Scan der Zahnfleischsituation)
- Ausführliche Funktionsdiagnostik der Kiefergelenke und des Bisses in Statik und Dynamik inklusive Kiefergelenke, Kaumuskulatur, Kiefermobilität sowie Vermessung der Grenzbewegungen
- Röntgenologische Diagnostik (wenn keine Voraufnahmen jünger als 9 Monate) – optional Cone-Beam CT der Kiefergelenke (zubuchbar)
- Optional: Modellherstellung individuell im Beißsimulator montiert (zubuchbar)
- Fotodokumentation der Bißlage / Zähne
- Ausführliches Abschlußgespräch (mindestens 60 min) mit Übergabe aller Befunde und Diagnosen. Konkrete Therapievorschläge auf Wunsch.
Ablauf und Termine:
- Ausführliches Anamnesegespräch in entspannter Atmosphäre (Hotelzimmer, Büro, Lobby…) inkl. Auswertung aller Vorbefunde und Schmerzfragebogen (Dauer ca. 45 – 60 Minuten)
- Check-up (Dauer ca. 90 Minuten)
- Abschlußgespräch mit Übergabe aller Befunde, Diagnosen, Therapieoptionen und Empfehlungen in gebundener Form. Bildgebung (Radiologie) auf Wunsch digital auf CD/DVD/Stick.
Häufige Fragen zum Thema Zähneknirschen
Nimmt das Symptom „Zähneknirschen“ in der letzten Zeit eher zu? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Stress hat Auswirkungen auf unsere Kiefermuskulatur und spiegelt sich in Zähneknirschen (Bruxismus) und starken Verspannungen/Kopfschmerzen wider.
Eine Erkenntnis: Neben Schäden an der Zahnhartsubstanz oder Funktionsstörungen im Kauorgan kann Bruxismus auch eine schützende Funktionen für die Gesundheit haben. Unterschieden wird einerseits zwischen rhythmisch verlaufendem (phasischem) und einem über einen gewissen Zeitraum andauernden (tonischen) Bruxismus und andererseits dem (häufigeren) Wachbruxismus und dem Schlafbruxismus. Er kann bereits mit dem Durchbruch der ersten Zähne beginnen, tritt am häufigsten im zweiten bis dritten Lebensjahrzehnt auf und nimmt mit zunehmendem Alter eher ab. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen.
Als Zeichen von Stress tritt Bruxismus tagsüber wie auch nachts auf. Ein einfaches Beispiel: Wenn Ihnen vor 450 Jahren jemand unrecht tat, nahmen Sie sich eine Keule und haben Ihrem Unmut Luft gemacht. Heute verbietet ihnen das der Gesetzgeber. In der Folge, und weil unsere zwischenmenschlichen Umgangsformen deutlich sensibler und rücksichtsvoller geworden sind, tragen wir die Erlebnisse des Tages oft unverarbeitet mit uns. Unser Un(ter)bewusstsein kümmert sich dann meist ohne unser Zutun um den Stressabbau. Und genau hier besteht die Gefahr. Verselbständigt sich diese Haltung, dann reagiert man schlussendlich aggressiv gegen sich selbst. Hilfreich in solchen Situationen sind oft Sport, Bewegung an der frischen Luft, aber auch mentales Training wie Yoga oder autogene Techniken. Ich habe in meiner Praxis viele Patienten mit Bruxismus aus unterschiedlichen Berufszweigen gesehen. Ganz vorne dabei sind neben vielen anderen insbesondere Manager, Hoteliers aber auch Spitzensportler. Das mag konträr zu meiner Empfehlung , Sport zu treiben, klingen, aber speziell beim Spitzensportler (Profisport, Berufssport) ist der Leistungsdruck teilweise so hoch, daß neben Schlafstörungen meist Bruxismus und die Angst zu verlieren zu dermaßen starken Spätfolgen führt, das hier der Sportzahnarzt nur im Team mit Physiotherapeuten, Psychotherapeuten und Schmerzmedizinern helfen kann.
Dass Stress Bruxismus hervorrufen kann, ist also nichts Neues. Neu ist jedoch, dass die übermäßige Nutzung von Smartphones und sozialen Medien Trigger für stressbedingtes Zähneknirschen sein können. Eine aktuelle Studie, durchgeführt an der Maurice and Gabriela Goldschleger School of Dental Medicine der Universität Tel Aviv, hat einen signifikanten Einfluß häufiger Nutzung von Smartphones auf Bruxismus und dessen Folgen nachgewiesen. Die Resultate der Studie haben einen Zusammenhang zwischen der exzessiven Nutzung von Smartphones, die das Surfen auf sozialen Apps ermöglichen, und einer signifikanten Zunahme von nächtlichem Aufwachen gezeigt, was zu Müdigkeit während des Tages, Gesichts- und Kieferschmerzen, Engegefühl im Kiefer während des Tages und Zähneknirschen in der Nacht führt – körperliche Symptome, die oft das Ergebnis von Stress und Angst sind und die sogar zu körperlichen Schäden wie Zahnerosion und Gelenkschäden führen können. Potentiert wird dieser Effekt meist, bei Managern, Geschäftsführern und Personen, welche ständig „informiert“ sein müssen/wollen.
Auch die Covid-19 Pandemie sorgt derzeit für einige Stresssituationen, egal ob beruflich oder privat. Unbewusst führt das bei vielen Menschen als eine Art Stressabbau zum Zähneknirschen. Israelische Forscher stellten nun in einer Studie fest, dass während des ersten Lockdowns durch Corona sowohl Bruxismus als auch orofaziale Kieferschmerzen vermehrt auftraten. Mithilfe eines Online-Fragebogens verglichen die Forscher Daten von Personen aus Israel (700) und Polen (1.092). Dabei wurde der demografische Hintergrund der Teilnehmer ebenso abgefragt wie spezielle Fragen zur Corona-Situation. Hier stellten die Forscher einen direkten Zusammenhang zwischen Corona und Bruxismus her.
Medizinisch handelt es sich bei Bruxismus allerdings nicht um eine Erkrankung! Deshalb existiert hierfür kein eigener ICD-11 Schlüssel (International Classification of Diseases) der WHO.
Da Bruxismus meist mehrere Ursachen hat (Trigger), sollte die Behandlung auch an unterschiedlichen Punkten ansetzen. Häufig unters
verständliche Aufklärung des Patienten. Wer besser über sein „Habit“ Bescheid weiß, kann einfacher „mittherapieren“. Ursachen, welche im Bereich des Bisses liegen, können relativ rasch diagnostiziert und durch Schienen verschiedener Designs anbehandelt werden. Erst wenn nachgewiesen ist, dass durch die Schienentherapie eine deutliche und nachhaltige Verbesserung der Situation eintritt, sollten definitive Veränderungen der Zähne oder Kiefer durchgeführt werden. Zwei Dinge die weitaus weniger invasiv und kostspielig sind, ist die Physiotherapie inkl. Krankengymnasik zu Hause und das Kinesiotaping. Mit beiden Methoden konnte bei Berufssportlern während der Wettkampfphasen eine deutliche Linderung der Beschwerden erzielt werden. Sollten die Beschwerden so unerträglich sein, dass die Patienten ihren normalen täglichen Pflichten nicht mehr nachkommen können, empfiehlt sich zusätzlich noch eine medikamentöse Stoßtherapie mit muskelrelaxierenden und schmerzlindernden Pharmazeutika. In den letzten Jahren erfuhr die Botox-Therapie insbesondere bei Patienten, welche bereits chronisch über einen längeren Zeitraum knirschen /pressen, eine zunehmende Akzeptanz bei Ärzten und Patienten. Hierbei werden speziell die Kaumuskeln, die wie die Muskeln eines Bodybuilders, „übertrainiert“ sind durch lokale Botoxinjektionen derart geschwächt, dass ein pathologische Selbstzerstörung von Zahnsubstanz oder Kiefer praktisch nicht mehr möglich wird. Die Wirkung hält dann über einen Zeitraum von ca 6 Monaten an. Eine solche Injektionsbehandlung sollte jedoch nach sorgfältiger Aufklärung von routinierten Zahnärzten durchgeführt werden. Liegen die Ursachen des Bruxismus allerdings im psychosomatischen Bereich, ist eine zusätzliche Konsultation eines Psychologen meist unumgänglich und häufig tatsächlich hilfreich.
Warum ist eine frühzeitige Behandlung so wichtig und welche Spätfolgen kann es geben?
Je früher eine CMD erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Im Umkehrschluß: Eine seit Jahren bestehende CMD kann unter Umständen auch Jahre für die Therapie benötigen und in seltenen, aber für den betreffenden Menschen oft zermürbenden Fällen, muß der Eine oder Andere mit der Diagnose „atypischer Gesichtsschmerz“ leben. Je länger also mit der Therapie gewartet wird, desto komplexer sind die Zusammenhänge und es wird schwieriger einen therapeutischen Ansatz zu finden, welcher nachhaltig wirkt. Hier empfiehlt sich zusätzlich zur rein zahnheilkundlichen Behandlung der konsiliarische Rat und auch Therapie eines psychosomatischen Therapeuten.
Da derzeit noch keine Therapie zur Heilung oder zur Beseitigung von Bruxismus existiert, zielt die Behandlung vor allem auf den Schutz von Zähnen und Restaurationen, die Reduktion der Bruxismusaktivität und die Linderung von Schmerzen ab.
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Mit einer ausführlichen Aufklärung über die gestellten Diagnosen und deren Krankheitszusammenhänge ist eigentlich bereits die Therapie begonnen, denn wer genau weiß, was man hat, kann sich selbst eventuell schützen bzw. helfen. Dazu zählt Stressmanagement ebenso wie aktive Dehnübungen bis hin zu krankengymnastischem Eigentraining. Auch das Kinesio-Taping erfährt eine immer positivere Resonanz von Patientenseite, da hierdurch nebst ligamentstabilisierender Funktion auch eine Lypmphdrainatische Funktion zum Zuge kommt. Zur Entspannung dienen auch unterschiedliche Aufbissschienen, welche allerdings je nach Symptomen individuell bei jedem Patienten angepasst und nachkontrolliert werden sollten. Weiterhin helfen oft auch physikalische Techniken, wie Wärme, Kälte oder transkutane elektrische Nervstimulation (TENS). In schweren meist chronischen CMD Fällen eignen sich auch der Einsatz von Medikamenten, welche die Muskelspannung reduzieren und Schmerzen lindern. Eine begleitende Physiotherapie wird von den meisten Patienten unterstützend als sehr lindernd empfunden. Umfangreiche Zahnsanierungen oder kieferorthopädische Regulierungen sollten erst nach einiger Zeit ohne Symptome geplant und immer kritisch hinterfragt werden, denn craniomandibuläre Dysfunktionen sind in der Vielzahl der Fälle multifaktoriell. Das heißt, eine Neuversorgung mit Kronen oder gar Implantaten allein, hilft oftmals nicht, die Beschwerden dauerhaft zu beseitigen.
Was wird in einem Kiefergelenks-Check-up in der Praxis geprüft?
Die Funktionsanalyse umfaßt neben der Feststellung der Bißlage, der einzelnen Zahnkontakte und der Kieferbewegungen noch ausführliche Tastbefunde, des Kiefergelenkes und der Kaumuskeln. Deuten hierbei irgendwelche Befunde auf das Vorliegen einer Dysfunktion hin, werden Abformungen der Kiefer genommen, die Kieferlage vermessen und anschließend weitere diagnostische Maßnahmen an den Modellen durchgeführt. Bei spürbaren knöchernen Befunden kann die Anfertigung eines 3D Cone-Beam CTs (DVT) helfen, knöcherne Veränderungen besser zu erkennen. Da die Schmerzen höchst subjektiv von jedem Menschen anders wahrgenommen werden, empfiehlt sich auch die Erhebung einer Schmerzanamnese, welche in unserer Praxis mittels eines 14seitigen Schmerzfragebogens vom Patienten selbst ausgefüllt werden sollte.
Kiefergelenk – Zähne – Muskulatur: Wie häufig ist eine Dysfunktion und welche Auswirkungen kann diese haben?
Der Begriff der Craniomandibulären Dysfunktion – CMD umfasst Schmerzen und/oder Funktionsstörungen der Kaumuskulatur und/oder der Kiefergelenke und/oder Störungen des Bisses. Studienergebnisse, konnten belegen, dass durch anhaltendes Kieferpressen akute Muskelschmerzen ausgelöst werden können. Die seit 2014 eingeführten Diagnostic Criteria for Temporomandibular Disorders (DC/TMD) ordnen unter die 6 häufigsten schmerzhaften Dysfunktionen die „auf eine CMD zurückzuführenden Kopfschmerzen“ ein. Studien, in denen Bruxismus (Zähneknirschen oder Zähnepressen) anamnestisch oder anhand klinischer Zeichen erhoben wurde, belegen mehrheitlich einen Zusammenhang zwischen Bruxismus und CMD in Form von Kaumuskelschmerzen.
Bruxismus tritt während der gesamten Lebensspanne auf und kann bereits mit dem Durchbruch der Milchzähne beginnen. Während es für Kinder keine Zahlen über die Häufigkeit des Wachbruxismus gibt, wird Schlafbruxismus bei Kindern mit äußerst unterschiedlicher Häufigkeit angegeben (3 bis 57%). Bei Erwachsenen wird deutlich, dass Wachbruxismus häufiger vorkommt (22,1 bis 31%) als Schlafbruxismus (12,8 ± 3,1%).
Folgen des Bruxismus sind neben den Dysfunktionen von Kaumuskeln und Kiefergelenken (bis hin zu Arthrosen der Gelenke) die übermäßige Abnutzung der Zähne und damit verbunden eine Schädigung der Zahnhartsubstanz und des Zahnhalteapparates. Die Diagnose CMD liegt allerdings bei unter 10%. Noch nicht ausreichend erforscht sind Interaktionen zwischen Bruxismus und CMD-Schmerzen.
